Herzberg am Harz -damals und heute-


Das Schloss Herzberg, dem eine Ansiedlung zu Füßen des Schlossberges (Bereich Schlossvorwerk) sicherlich schon zugeordnet gewesen sein mag, wird erstmals in einer Schenkungsurkunde Heinrichs des Löwen aus dem Jahre 1154 erwähnt.

Der Ort Herzberg selbst wird als "'dat dorp tho Herttesberge" urkundlich erst in dem in Plattdeutsch abgefassten Teilungsvertrag genannt, den Herzog Wilhelm von Braunschweig und sein Bruder Heinrich von Braunschweig am 17.03.1337 schlossen. Weitere Hinweise auf die Ansiedlung Herzberg lassen sich allerdings auch schon finden sowohl in einer Urkunde vom 14.06.1143 (in der davon berichtet wird, dass ein Hermann von Hirzberc an einem Überfall auf das Kloster Gerode beteiligt war) wie auch in einer aus dem Jahre 1246 datierten Urkunde des Klosters Walkenried.

 

Das Wappen der Stadt geht auf ein Siegel des Truchseß von Blankenburg-Herzberg zurück, das bereits im Jahre 1345 den steigenden Hirsch als Wappentier des Geschlechts der "Burghauptmänner von Hertzberg" zeigt.

Die Stadt, die sich zu Füßen des Schlossberges aus dieser Ansiedlung entwickelte, besitzt in einigen Straßen des Altstadtkerns stattliche Bürger- und ehemalige Hütteherrenhäuser. Die harmonischen Fachwerkfassaden demonstrieren den Repräsentationswillen des wohlhabenden Bürgertums und dessen Vorstellungen von ästhetischer Baugestaltung in jener Zeit.

Am 25.10.1929 erhielt der damalige Flecken Herzberg am Harz durch Verordnung des Preußischen Staatsministeriums die Stadtrechte und entwickelte sich bis 1939 - nachdem am 01.10.1937 die Gemeinde Lonauerhammerhütte (die aus einer 1689 von H.C. Keydel gegründeten Eisenhütte hervorgegangen war) eingemeindet wurde - zu einem Landstädtchen von über 5.000 Einwohnern.

Bereits im Jahre 1868 erhielt Herzberg einen unmittelbaren Anschluss an die Eisenbahnlinie Northeim-Nordhausen, die seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze am 12.11.1989 wieder mehr und mehr ihre frühere Bedeutung zurückerlangt. Am 01.07.1972 wurden die Nachbargemeinden Lonau, Pöhlde, Scharzfeld und Sieber mit Herzberg zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen.

 

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